Die Djembe

Die Djembe (Djembé) ist eine Trommel aus Westafrika. Sie stammt von der Volksgruppe Malinke. Diese leben in den Gebieten des heutigen Guinea, Mali, Burkina Faso und der Elfenbeinküste. Die Trommelkörper werden aus einem einzigen Stück Baumstamm geschnitzt. Zwischen 1940 und 1960 kam die Djembe nach Europa. Mittlerweile ist sie auf der ganzen Welt in verschiedenen Ensembles vertreten.

Ein traditioneller afrikanischer Djembe-Trommler ist ein Berufsmusiker der viele verschiedene Rhythmen spielen kann. Es gibt für die verschiedensten Anlässe im Leben eigene Rhythmen, die nur zu diesem Anlass gespielt werden. Diese werden traditionell von Generation zu Generation weitergegeben. Daher kann der gleiche Rhythmus in unterschiedlichen Gebieten auch etwas anders gespielt werden, da sich bei der Weitergabe Veränderungen ergeben haben. Vielen erleichtert das sprechen von Silben das erlernen eines Rhythmus. So wird für einen Bassschlag das u (bum/dum/du) verwendet, für offene Schläge das i (bi/di/gi) und für Slaps das a (da/ba/bam).  Ab und zu allerdings wird auch das i für den Bass, das u für den offenen Schlag und das a für Slaps verwendet.

Eine qualitativ gute Djembe ist aus einem einzelnen Stück Holz gefertigt. Djembes werden in Afrika alle in Handarbeit ausgehöhlt. Daher weicht auch jede Djembe etwas von anderen ab, was dazu führt, dass jede ihren eigenen Klang hat. Unten ist die Wand stärker als oben. Früher wurde Antilopenfell benutzt, heute fast ausschließlich Ziegenfell. Das Fell wird geschoren auf die Djembe gespannt. Je sorgfältiger geschoren wurde, desto besser spielt sich die Djembe-Trommel, wenn sie fertig ist. Das Fell wird mit Hilfe von 2 Metallringen an der oberen Öffnung, einem an der Taille der Djembe  und einem Schnursystem gespannt. Früher wurden Naturmaterialien als Schnur benutzt, heute in der Regel Polyesterschnüre. Damit die Spannung nicht nachlässt, was ein häufigeres Nachspannen zur Folge hätte, sollte die Schnur vorgereckt sein. Das Fell reagiert natürlich auf äußere Einflüsse, was zur Folge hat, dass sich der Klang der Djembe mit Temperatur- und Luftfeuchtigskeitsschwankungen auch Verändert.